Anzeige

naturland

Anzeige

Quotenvorschläge für Ostseefischerei

Die Europäische Kommission hat jetzt ihren Vorschlag für die Fangmöglichkeiten in der Ostsee für das Jahr 2016 vorgelegt. Und gleichzeitig festgestellt, dass so viele Bestände wie noch nie auf nachhaltigem Niveau befischt werden. Erklärtes Ziel bleibt es aber, bis spätestens 2020 diesen Zustand für alle Ostsee-Fischbestände zu erreichen. Für Lachs schlägt die EU-Kommission vor, die Gesamtfangmenge im Hauptbecken der Ostsee um zehn Prozent zu erhöhen. Im Finnischen Meerbusen soll sie allerdings um 24 Prozent gesenkt werden. Die Fangquote für Hering will die EU-Kommission in der westlichen und mittleren Ostsee um zwölf beziehungsweise neun Prozent anheben. Im Bottnischen Meerbusen zwischen Finnland und Schweden und im Golf von Riga darf allerdings viel weniger Hering gefischt werden. Hier hat sie die Quote um 35 Prozent beziehungsweise um 21 Prozent gesenkt. Der Dorschfang in der östlichen Ostsee soll um ein Fünftel reduziert werden. Für die westliche Ostsee wartet die EU-Kommission noch auf belastbare Daten vom Internationalen Rat für Meeresforschung. Bereits verfügbare Daten zeigen, dass der Dorsch auch dort überfischt ist. Ebenfalls reduziert werden soll der Sprottenfang (um 14 Prozent). Die Fangquote für Schollen soll um fast ein Fünftel (18 Prozent) angehoben werden.

Der Rat wird die Vorschläge der Kommission im Hinblick auf ihre Verabschiedung auf der Ratstagung im Oktober diskutieren. Wenn die Vorschläge angenommen werden, gelten sie ab dem 1. Januar 2016.

Hering

Entsprechend den Vorschlägen der Kommission würden alle vier Heringsbestände in der Ostsee weiterhin auf MSY-Niveau befischt, wie es bereits 2015 der Fall war.

Aufgrund einer verbesserten Bestandslage bei Hering in der westlichen und mittleren Ostsee konnte die Kommission für beide Bestände höhere Fangmöglichkeiten vorschlagen. Die Quote für Hering in der westlichen Ostsee würde um 12 % auf 24 797 Tonnen und für Hering in der mittleren Ostsee um 9 % auf 177 505 Tonnen steigen.

Im Gegensatz dazu würde die TAC für Hering im Bottnischen Meerbusen im Jahr 2016 insgesamt am stärksten gesenkt: ein Minus von 35 % auf 103 254 Tonnen. Diese Verringerung spiegelt den Beschluss des ICES wider, wonach dieser Bestand nun nach einer anderen Methode bewertet wird. Die Kommission geht davon aus, dass sich durch diese Änderung die Qualität der Bestandsbewertungen des ICES in den kommenden Jahren verbessern wird.

Für Hering im Golf von Riga schlägt die Kommission eine Senkung der TAC um 21 % auf 30 623 Tonnen vor.

Dorsch

Entsprechend dem ICES-Gutachten schlägt die Kommission vor, die TAC für Dorsch in der östlichen Ostsee um 20 % auf 41 143 Tonnen zu verringern.

Die verfügbaren Daten zeigen, dass Dorsch in der westlichen Ostsee überfischt ist und die Bestände unter nachhaltige biologische Grenzen gefallen sind. Die Kommission erwartet, dass sich die Mitgliedstaaten im Rat auf wirksame und angemessene zusätzliche Maßnahmen verständigen, um die Bestandslage zu verbessern. Da die Kommission noch immer auf weitere Daten des ICES wartet, hat sie für diesen Bestand noch keine Quote vorgeschlagen.

Lachs

Die Kommission schlägt vor, die TAC für Lachs im Hauptbecken der Ostsee um 10 % auf eine Gesamtfangmenge von 105 850 zu erhöhen. Dies steht im Einklang mit dem MSY-Ansatz.

Entsprechend dem ICES-Gutachten und dem Vorsorgeansatz schlägt die Kommission für Lachs im Finnischen Meerbusen eine Senkung um 24 % vor. Das ergibt für diesen Bestand eine Fangmenge von 10 024 Stück.

Sprotte

Der ICES hat in diesem Jahr die Werte der fischereilichen Sterblichkeit bei Sprotten aktualisiert. Daraus ergibt sich eine Verringerung der Fangmengen um 14 % auf 184 336 Tonnen. Auch dieser Vorschlag steht im Einklang mit dem MSY.

Scholle

Für den Schollenbestand in der Ostsee wird die größte TAC-Erhöhung vorgeschlagen: + 18 %. Diese Erhöhung wurde dadurch möglich gemacht, dass einerseits bei der Festsetzung der TAC in den vergangenen Jahren ein konservativer Ansatz gewählt wurde und andererseits die Kommissioin aufgrund einer verbesserten Methode zur Bestandsabschätzung eine Quote vorschlagen kann, die mit dem MSY-Ansatz im Einklang steht.

Fischköppe

Fischer statt Autobauer

Natürlich wollte Matthias Orth auch damals schon gerne Fischer werden. Gleich nachdem er den Schulabschluss in der Tasche hatte. mehr...

 

 

 Mein Wasserbauernhof

Tim Staufenberger verkauft seine Muscheln direkt vom Kai. Die 5 Tonnen, die er im vergangenen Jahr geerntet hat, waren viel zu schnell ausverkauft.mehr...

Fischzeit

18. März - 2. April 15. Wismarer Heringstage www.heringstage-wismar.de/

1. - 8. April Heringstage im Fischmarkt www.rostocker-fischmarkt.de

 25. - 27. April Seafood Expo Global www.seafoodexpo.com/global/

25. - 28. Mai Emder Matjestage www.emden-touristik.de

Erweiterte Fischsuche


Fischevents.jpg

fischerleben


fischbestaende-online