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Mein Wasserbauernhof

Geboren werden die kleinen Miesmuscheln zum Beginn der Kieler Woche. Zuerst schwimmen sie noch als Larven frei im Wasser der Kieler Förde umher, suchen sich aber bald einen festen Platz. Das kann eine andere Muschel sein oder auch eines der Kollektorenbänder, die Tim Staufenberger ins Ostseewasser hängt, um Nachwuchs für seine Muschelfarm zu sammeln. “Zum Glück hat die Förde eine sehr geringe Strömung, so bleibt der Nachwuchs in der Nähe der Farm“, erklärt der Muschelzüchter. Rund 1.000 Larven kommen auf eine weibliche Miesmuschel. Nach 90 Tagen haben die Muschelkinder eine feste Schale entwickelt. Dann füllt Tim Staufenberger sie in rund fünf Meter lange Socken aus einer Polypropylen-Baumwollmischung. Ein bisschen erinnern sie an Netzstrümpfe. Die gefüllten Muschelsocken befestigt er wiederum an Leinen, die im Wasser schwimmen und von Bojen gehalten werden.

 

Fein-nussig und frisch


Nach knapp zwei Jahren können die Miesmuscheln geerntet werden. Sie sind dann etwas 6 bis 7 Zentimeter groß. Ausschließlich per Hand werden die Muschelsocken geleert. Da sich im Laufe der Zeit immer wieder neue Muscheln ansiedeln, befinden sich in den Säcken auch viele kleine Muscheln. Die werden aussortiert und wandern zurück in den Strumpf, um weiterzuwachsen. Staufenberger muss seine Muscheln vorsichtiger behandeln als seine Kollegen von der Nordsee es tun. Aufgrund des geringeren Salzgehalts der Ostsee sind ihre Schalen dünner. Und auch weil sie nicht am Boden wachsen, geht die Energie weniger in den Aufbau einer festen Schale. So können sie schneller Fleisch ansetzen. Die Muschelart, die in der Kieler Meeresfarm wächst, ist eine Mischung aus der Nordsee- und der Ostseemiesmuschel. „Eigentlich ein Bastard, aber mit einer feinen Marmorierung und einem hervorragendem Aroma“, schwärmt der Meeresbiologe. Fein-nussig schmeckt die Förde-Muschel. Und vor allem frisch. Morgens geerntet, können die Muscheln von der Leine am gleichen Abend verspeist werden. Muscheln, die am sandigen Meeresboden wachsen, müssen erst gehältert werden, um den Sand wieder auszuscheiden.


Mein Wasserbauernhof


Tim Staufenberger verkauft seine Muscheln direkt vom Kai. Die 5 Tonnen, die er im vergangenen Jahr geerntet hat, waren viel zu schnell ausverkauft. Nun hofft er, seine Flächen in der Kieler Förde ausweiten zu können, um auf 10 bis 20 Tonnen pro Jahr zu kommen. Sicher ist jedenfalls, dass so ein „Wasserbauernhof“ wie er sagt, genau das richtige für den studierten Meeresbiologen und ausgebildeten Forschungstaucher ist. „Gegärtnert habe ich schon als kleiner Junge gerne“, erinnert sich der Baden-Württemberger. „Aber als ich das erste Mal am Meer war, wollte ich dort nicht mehr weg.“

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 Mein Wasserbauernhof

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Fischzeit

26. August Regatta der Krabbenkutter, Neuharlingersiel

24. September - 1. Oktober, Müritzfischtage, Müritzregion

14. - 15. Oktober, Husumer Krabbentage, Husum

3. - 5. November, Fisch und Feines, Bremen

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