netz.jpg

Anzeige

naturland

Anzeige

Stellnetzfischerei im Bodden - selektiv und naturverträglich

Stellnetz1Nur noch neun Fischer sind rund um die Darß-Zingster Boddenkette aktiv. Sie alle fischen mit derselben, traditionellen Methode: der sogenannten Stellnetzfischerei. Mit diesen Netzen werden sich gewünschte Fischarten sehr selektiv fangen. Beifänge von Vögeln und Säugern lassen sich mit Erfahrung und technischen Hilfsmitteln vermeiden.Das Stellnetz ist ein einfaches, oft viele hundert Meter langes Netz, das der Fischer mit Stangen fest am Boden verankert. Schwimmer und Gewichte helfen es auseinander zu halten.

 

Vom Ufer aus fallen die roten Fahnen am Ende der Stangen auf, die die Lage der Netze markieren. Ein Stellnetz wird weder geschleppt noch treibt es frei in der Wassersäule. Der Fisch schwimmt selbst oder von der Strömung getrieben in das strategisch aufgestellte Netz. Die Fischer lassen die Netze zumeist höchstens vierundzwanzig Stunden im Wasser, bevor sie sie wieder aufnehmen. Wichtigster Fang im Bodden von Darß-Zingst ist der Zander. Aber auch Hecht und Barsch gehen ins Netz und lassen sich gut verkaufen. Stellen die Fischer ihre Netze auf der Ostseeseite auf, bringen sie vor allem Dorsch, Flunder, Meerforelle und Lachs mit nach Hause.

 

Hier geht der richtige Fisch ins Netz

Die Stellnetzfischerei hat eine lange Tradition, die bis in die Jungsteinzeit  zurückreicht. Waren die Netze früher aus Nesselgarn oder Baumwolle gearbeitet, werden heute ausschließlich Kunstfasern verwendet. Handhabung und Wartung sind relativ einfach. Allerdings verschleißen die dünnen, feinen Kunstfasern der Kiemennetze – die Fische verfangen sich hier mit dem Kopf - recht schnell. So gehört das Flicken der Netze zum Arbeitsalltag der Fischer. In den kleinen Boddenhäfen kann man ihnen manchmal dabei zuschauen. Mit der passenden Maschenweite, aber auch der richtigen Platzierung des Netzes lassen sich Art und Größe der gefangenen Fische genau bestimmen. Dass macht die Stellnetzfischerei sehr selektiv. Der Beifang von untermaßigen oder nicht erwünschten Fischarten liegt bei höchstens 2 Prozent. Zudem schonen die gestellten Netze Gewässerboden und Schilfgürtel, da sie nicht mit Hilfe von schweren Geschirren - wie bei der Schleppnetzfischerei üblich - über den Grund gezogen werden müssen.Stellnetz2

Wale und Vögel schützen

Dennoch steht die Stellnetzfischerei, die nicht nur rund um den Bodden, sondern überall an der Ost- und Nordsee verbreitet ist, immer wieder in der Kritik. Ihre Netze sind aus so dünnem Material, dass sie nicht nur für Fische, sondern auch für Seevögel, Kegelrobben oder Schweinswale nahezu unsichtbar sind und so zur tödlichen Bedrohung werden. Das Fischereimanagement versucht diese Beifänge zu verhindern oder zumindest zu reduzieren. So müssen etwa die größeren Fischkutter mit mehr als 12 Meter m Länge in definierten Bereichen der Ostsee sogenannte “Pinger” in die aufgestellten Netze hängen. Diese senden Unterwassertöne aus, mit denen die Schweinswale vor den Netzen gewarnt werden sollen. Für die Boddenfischer der Halbinsel ist der Schweinswal natürlich kein Problem. Der Beifang von Seevögeln dagegen schon. Er schwankt mit den Jahreszeiten, kann aber durch das richtige Setzen der Netze auf ein Minimum begrenzt werden. Hier ist die Erfahrung der Fischer ist gefragt!

Fischköppe

Fischer statt Autobauer

Natürlich wollte Matthias Orth auch damals schon gerne Fischer werden. Gleich nachdem er den Schulabschluss in der Tasche hatte. mehr...

 

 

 Mein Wasserbauernhof

Tim Staufenberger verkauft seine Muscheln direkt vom Kai. Die 5 Tonnen, die er im vergangenen Jahr geerntet hat, waren viel zu schnell ausverkauft.mehr...

Fischzeit

18. März - 2. April 15. Wismarer Heringstage www.heringstage-wismar.de/

1. - 8. April Heringstage im Fischmarkt www.rostocker-fischmarkt.de

 25. - 27. April Seafood Expo Global www.seafoodexpo.com/global/

25. - 28. Mai Emder Matjestage www.emden-touristik.de

Erweiterte Fischsuche


Fischevents.jpg

fischerleben


fischbestaende-online