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Ausgestorben? Unerschöpflich? Über den Zustand genutzter Meeresfischbestände

Ständig liest und hört man von der Überfischung der Meere. Dem gegenüber ist die Vielfalt der gehandelten Meeresfische im Handel so groß wie nie zuvor. Wie soll sich nun ein Fischliebhaber verhalten, der einen Raubbau der Meere nicht unterstützen will? Natürlich müssen die großen Lösungsansätze für eine Verbesserung der Lage von der europäischen und internationalen Politik beschlossen werden. Doch lohnt es sich auch als Verbraucher aktiv zu werden und Fische aus gesunden Beständen zu bevorzugen.

 

Aber wie kommt man an diese Information? Fischhandel und –Verarbeiter haben zu diesem Zweck eine genauere Fanggebietskennzeichnung eingeführt, die für die 30 wichtigsten Arten auf dem Deutschen Markt Rückschluss auf den Ursprungsbestand zulassen. Der Hering im Nordost-Atlantik zerfällt z.B. in 14 verschiedene Bestände, die sich alle unterschiedlich entwickeln können. Um Handel und Verbraucher einen vereinfachten Zugang zu den sich immer wieder ändernden Informationen über Bestandszustand und Fischerei zu geben, hat die staatliche Fischereiforschung unter www.fischbestaende.portal-fischerei.de eine Website mit diesen Daten entwickelt. Die Seite gibt keine Einkaufsempfehlung, sondern stellt lediglich belegbare Fakten dar. Damit unterscheidet sie sich von den Fischführern der Umweltverbände, die, um anschaulich zu sein, häufig pauschalisieren. So rät der aktuelle Greenpeace-Fischführer mit sehr wenigen Ausnahmen vom Kabeljau ab, obwohl der weitaus größte Bestand im Barentsmeer in gutem Zustand ist. Greenpeace lehnt jedoch die Grundschleppnetz-Fischerei, mit der der Kabeljau im Barentsmeer gefangen wird, wegen ihres Einflusses auf den Meeresboden grundsätzlich ab. Selbstverständlich ist es richtig, die Umweltauswirkungen der Fischerei zu berücksichtigen. Aber wenn man akzeptiert, dass die Nutzung des Meers immer ein Eingriff in das ursprüngliche System ist, sollte es vor allem darum gehen, die Auswirkungen auf die Umwelt zu minimieren und Fangtechniken nicht pauschal, sondern in Bezug auf ihren Einsatzort zu beurteilen.

Der oft geforderte Verzicht auf Fischprodukte ist zudem auch eher kontraproduktiv: schon jetzt lässt sich wertvoller Speisefisch wie Kabeljau nur noch eingeschränkt absetzen. Für Nordseescholle muss die Europäische Union schon jetzt den Preis stützen, und wertvoller Speisefisch landet so in der Fischmehlproduktion oder geht noch auf See über Bord. Das senkt die Erlöse der Fischerei trotz sich erholender Bestände. In der Folge steigt der Druck auf die Ressource eher anstatt zu sinken.

Foto: Dr. Christopher Zimmermann, Thünen-Institut für Ostseefischerei, Rostock

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Fischzeit

26. August Regatta der Krabbenkutter, Neuharlingersiel

24. September - 1. Oktober, Müritzfischtage, Müritzregion

14. - 15. Oktober, Husumer Krabbentage, Husum

3. - 5. November, Fisch und Feines, Bremen

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